Neuer Waldcafé-Pächter
Uli Grewe ist der neue Waldcafé-Pächter
Erscheinungsdatum:
Emsdetten
Er ist Comedian, Nightwash-Ansager, Musiker, Schauspieler, Teil der „Blue Man Group“, Film- und Musikproduzent, war neben Jochen Hinken Sportissimo-Moderator. Jetzt kann der kreative Tausendsassa Uli Grewe der Liste seinen Professionen eine weitere hinzufügen. Und zwar eine, die ihn künftig voll ausfüllt. Denn Uli Grewe wird Wirt. Und das an ganz besonderer Stelle: Der Vollblut-Emsdettener will das Waldcafé im Park zu neuer – oder genau genommen alter – Stärke führen.
„An den Geist von Frank Frede anknüpfen“
„Wir möchten mit unserem Konzept an den Geist von Frank Frede anknüpfen, das Waldcafé wieder zu einem gastlichen Ort voller Leben und Aktionen machen, zu dem die Emsdettener gerne kommen“, kündigt Uli Grewe an. Nach dem plötzlichen Tod von Frank Frede vor fast genau zwei Jahren standen auch das damalige Café Heinrich und die Waldbad-Gastronomie vor dem Aus. Rechtzeitig zur Saisoneröffnung hatten die Stadtwerke mit Jessica Grönefeld zwar eine Pächterin gefunden. Ihr Ziel, mit Veranstaltungen und Events an das Frede-Konzept anzuknüpfen, wurde aber nicht wie angekündigt umgesetzt. Grönefeld bat schließlich die Stadtwerke um die Vertragsauflösung, da sie sich neuen Aufgaben widmen wolle.
Damit hatten die Stadtwerke wieder ein Problem. Denn ohne Waldcafé kein Minigolf im Stadtpark – und keine „Freibad-Pommes“. Denn das Café ist nicht nur „Event-Location“ im Park, es ist auch die Waldbad-Gastronomie, in der sich die Freibad-Gäste mit Eis, Getränken und eben den Freibad-Pommes, die ja bekanntlich besonders gut schmecken, versorgen.
Ein besonderer Ort im Grünen
Da traf es sich gut, dass die Grewes kurz vor der Schließung ihr traditionelles Familien-Adventsfrühstück in der Remise im Waldcafé feierten. „Ich kenne keinen, der hier nicht schon gefeiert und in der Jugend vielleicht sein erstes Bier getrunken hat“, erzählt Uli Grewe. Diesen besonderen Ort im Grünen wieder richtig mit Leben füllen, das wäre es. Eine entscheidende Rolle beim nächsten Schritt spielte sein Vater Georg Grewe, eine Größe in der Lebensmittel-Logistik und bestens vernetzt in Emsdetten und der Region.
Gemeinsam wurden viele Gespräche geführt, ein Konzept entwickelt. Ein Selbstläufer wurde die Übernahme damit aber nicht, wie Jürgen B. Schmidt erzählt. „Nach der Ausschreibung in der Emsdettener Volkszeitung haben sich elf potenzielle Pächter um das Waldcafé beworben“, erzählt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Überzeugt hätte am Ende das Konzept von Uli Grewe: „Ein Event-Paket vom Dettener für Dettener sozusagen“, sagt Schmidt.
Man einigte sich auf einen langfristigen Mietvertrag, denn für Uli Grewe soll dieses Engagement alles andere als eine Eintagsfliege sein. Und seine Augen funkeln, wenn er erzählt, was hier alles passieren kann und soll: In der Remise sollen kleine Konzerte, Comedy-Abende oder ein Kneipen-Quiz organisiert werden, „da helfen mir natürlich meine Kontakte in die Szene“, erzählt der Mann, der beim TV-Comedy-Format „Nightwash“ für die Ansagen und die Musik zuständig war.
Events auferstehen lassen
Events wie der Winterzauber mit der Eisbahn und dem Hüttendorf will Uli Grewe auferstehen lassen, für Kinder sollen Natur-Erlebnis-Veranstaltungen angeboten werden, „im Sommer könnte ich mir dort einen kleinen Beach mit Liegestühlen vorstellen“, zeigt er auf den Bereich neben dem Kiosk. Dazu soll Bodenständig-Leckeres auf den Teller kommen. „Keine Drei-Sterne-Küche, vielmehr eine Küche, die genau hierher passt.“ Und einige moderne Neuerungen. „Dann gibt´s einen Smoothie zur Pommes“, grinst er. Für Events oder Feiern möchte er lokale Caterer einbinden.
Starten möchte Grewe mit seinem Team am langen ersten Mai-Wochenende. Ein ambitioniertes Ziel, denn bis dahin muss noch allerhand erledigt und renoviert werden. „Die Leute sollen gerne hierher kommen – und auch optisch merken, dass hier etwas passiert ist.“
Er selbst will das Gesicht des neuen Waldcafés im Park sein. Werde der Erste sein, der morgens kommt, und der Letzte, der abends geht. „Vor allem aber werde ich auf ein starkes Team angewiesen sein“, ist er überzeugt. Dabei ist ihm die Gastronomie keinesfalls fremd, wie Uli Grewe schmunzelnd anmerkt. „Auf dem Weg zum Schauspieler macht man links und rechts eine Menge Jobs – Kellnern war auch dabei.“
